Donnerstag, 5. November 2009

So schön und so wahr !

Mittwoch, 4. November 2009

Akute Wortfindungsstörung

Gestern trabte ich mit Duke genüßlich eine ganz große Runde. Ich hatte einen sorgenvollen Termin mit gutem Ergebnis geschafft und war beschwingt, erleichtert und ganz tief in Gedanken versunken.

Da begegnete mir ein unbekannter Mann mit einem unbekannten sehr großen Hund. Schon von weitem zeigten beide eine gewisse Nervosität, der Mann rief mir zu „Ist das eine Hündin ?“.

Ich war gedanklich eindeutig zu weit weg und hatte daher eine Wortfindungsstörung. Denn ich antwortete sehr intelligent:

„Nein,…..
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
das
.
.
.
.
.
.
.
.
.
ist
.
.
.
.
.
.
.
.
..
ein
.
.
.
.
.
.
.

.
.
.
.
Hund !“

Es fiel mir dann schon noch auf, wie bekloppt das war und ich habe mich korrigiert – war dem Mann sowieso egal, er musste seinen randalierenden Hund in Schach halten *g*.

Montag, 2. November 2009

Immer wieder Montags....

Montage sind doof.

Montage nach Ferien sind sehr doof, vor allem, wenn man nicht schulkonforme Kinder hat. Sonntags fängt die Krise an, steigert sich nachts mit schlaflosen Sorgenkindern und hat den Höhepunkt dann, wenn mindestens ein Kind mit feuchten Augen am Frühstückstisch sitzt und sagt „Ich kann nicht, ich habe Bauchweh, ich schaffe das nicht!“.

Montage nach Ferien mit Schwimmunterricht für Junior (alle zwei Wochen) sind ganz besonders doof, weil er nicht so ist, wie man zu sein hat.

Montage sind ziemlich anstrengend, weil zwei Kinder feste Therapietermine haben, ein Kind Nachmittagsschule, und dann noch alle zwei Wochen der Göga um 17.00 Uhr zur Arbeit geht. Ich komme im Bestfall, also ohne Stau, gegen 19.30 Uhr vom zweiten Termin heim, muss dann für die Fütterung der Zweibeiner und den Abendspaziergang der Vierbeiner sorgen. Anschließend trösten, ins Bett schicken, den niemals schlafenden Hibbel in Schach halten.

Und bei all dem möglichst ruhig bleiben und nicht die Contenance verlieren.

Dafür aber haben wir heute die Aussicht auf eine ganz besondere Woche – am Samstag findet an Juniors Schule mal wieder ein Fest mit Aufführung und Anwesenheitspflicht statt.

Noch 37 Schultage bis zu den Weihnachtsferien.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Aufgeregt !

Bekanntlich hat man keinen Einfluss auf verlinkte Seiten. So kam es, dass vor einiger Zeit eine Information über mich nur einen Klick entfernt war, und damit auch die letzte scheinbare Anonymität entfiel. Okay, geschenkt, dann ist es eben so.

Deshalb findet ihr aber manchen Text nicht mehr hier. Aber vielleicht irgendwann an anderer Stelle, gelöscht habe ich nichts.

Neu ist der Link rechts. Petra, die Frau mit den sieben Berufen, hat diesen wunderbaren Spielplatz entdeckt. Ich bin fasziniert, und habe daher mal ein erstes Gerüst eingestellt. Es ist definitiv nur ein Gerüst, zeigt eine für mich mögliche Richtung, mal sehen, was ich daraus mache.

Corinna, wann treffe ich dich dort *sfg* ?

Freitag, 23. Oktober 2009

Gemischtwarenladen

Damals, ganz am Anfang, sollte dies Dukes Blog sein. Ein Hundeblog mit gelegentlichen Randbemerkungen zu anderen Themen, aber in erster Linie ein richtiges Tagebuch über diesen verrückten Fellflummi. Es gibt offline die Texte teilweise etwas ausführlicher, mit den Namen der Kinder, mit weiteren Bildern, auf denen auch die Familie zu sehen ist, alles inzwischen auf verschiedenen Rechnern, aber wenigstens heißt der Dateiordner auf allen gleich. Die Verwendung der Dateien ist fest geplant, auch so ein angefangenes Projekt.

Inzwischen ist das hier ein Gemischtwarenladen. Logisch, Dukes erstes Lebensjahr ist längst vorbei, er wird morgen zwei Jahre alt, und nicht jeden Tag ereignen sich blogtaugliche Hundegeschichten. Wäre wohl auch viel zu anstrengend.

Bei mir haben sich erhebliche berufliche Veränderungen ergeben, das Büro war nur der Anfang, ich habe unterschätzt, welche weiteren Folgen das mit sich brachte. Da stellt sich mir natürlich die Frage, ob ich nicht einen Teil meiner Schreiberei beruflich einbinde. Nicht als eines der drei Buchprojekte, die irgendwie nie beendet werden, sondern als Häppchen auf meiner Homepage. Dazu müsste ich den beruflichen Blogcontent hier aber auslagern, ich müsste selbstverständlich noch mehr zensieren, und vor allem jegliche Anonymität aufgeben. Natürlich findet mich jeder innerhalb weniger Klicks, aber derjenige muss wenigstens ein bisschen suchen. Bei einem Impressum wäre das vollkommen einfach.

Andere haben aus diesem Grund mehrere Blogs, das ist an sich kein Problem. Aber reicht der Rest wirklich, um DukeimNetz zu erhalten ? Zumal ich über ein, zwei, drei Themen, die uns hier ebenfalls sehr intensiv beschäftigen, nicht ausführlich schreiben kann, weil es die Persönlichkeitsrechte meiner Kinder verletzen würde. Ich bin immer mal wieder entsetzt, wie offen Bloggerinnen mit der Intimsphäre ihrer Kinder umgehen. Wo früher die Omis im Dorf lebenslang darüber gelästert haben, dass das Kind XY ja noch mit soundsovielen Jahren am Daumen gelutscht hat, da bloggt heute die Mutter unter voller Namensnennung über ihren Zehnjährigen und sorgt dafür, dass sich in 20 Jahren noch mehr Leute als die Dorfoma an den exzessiven Daumenlutscher erinnern. Achtung, fiktives Beispiel, und es geht NICHT um harmlosen Babycontent und betrifft niemanden aus meiner Blogroll !

Ich überlege daher seit einiger Zeit, wie ich das Dilemma lösen kann. Momentan komme ich immer wieder zurück zum bisherigen Stil. Hier kann ich ein bisschen Privates mischen mit leichterem Berufsgeläster, über Leerer schimpfen und das Wetter loben. So lese ich das auch gerne bei den Bloggerkolleginnen. Noch !

Montag, 19. Oktober 2009

Rücksichtsvoller Hund

Bruno ist ein ehemaliger Straßenhund. Diese zeigen manchmal seltsame Verhaltensweisen, die darauf zurückzuführen sind, dass sie in ihrem früheren Leben irgendwie Futter organisieren mußten.

Als Bruno neu zu uns kam, hat er - typisch für Straßenhunde - alles gefressen, was er erwischen konnte. Allerdings hat er sehr schnell gemerkt, dass er nicht mehr hungern muss. Und da wir normalerweise keinen Müll offen herumstehen lassen, hatten wir mit dem Thema "unerlaubte Futterbeschaffung" kein Problem.

Duke ist ein Rassehund vom VDH-Züchter, mußte garantiert niemals nie hungern und wurde vom ersten Lebenstag an bestens ernährt. Daran besteht kein Zweifel.

Daher kann sich keiner hier erklären, wie er es geschafft hat, die Küchenschublade mit dem Mülleimer dahinter zu öffnen. Eigentlich geht das gar nicht. Aber sie stand offen, Junior fand den genußvoll schmatzenden Hund in der Küche am Mülleimer. Drumherum sah es aus wie Sau, denn er suchte sich natürlich nur die Leckerbissen und verteilte den Restmüll in der Küche.

Es war nämlich Wochenende, früh morgens um kurz nach sechs, und da Duke die Wochentage nicht kennt, wartete der arme Hund sehnsüchtig auf Ansprache. Wenn dann die ganze Familie pennt, dann muss der gefräßige Hund von Welt eben selbst nach sich schauen.

Einige Stunden später entdeckten wir dann die Folgen. Als Nicht-Straßenhund kann Duke eben doch nicht alles essen. Anscheinend aber hatte er Mitleid mit der Familie und kübelte daher heimlich und so, wie er es von den Kindern des Hauses im Zusammenhang mit Magendarminfekten kennt - in eine Schüssel. In eine eckige, große Schüssel.

In
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Juniors
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
LEGOKISTE !!!!!!!!!!!!!!

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Hart durchgreifen

Wer sich über die Probleme mit Campingbesteck wundert:

http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/0,1518,655018,00.html

für den habe ich eine Geschichte, die sich dieses Jahr fast vor unserer Haustür (aber nur fast, wir wohnen in einem anderen Ort) zugetragen hat:

http://www.suedwest-aktiv.de/region/nwz/goeppinger_kreisnachrichten/4490930/artikel.php?SWAID=8f0367457d54191feef855d3c660e634

Auszug (Hervorhebungen durch mich):

Eine fünfköpfige Familie im Göppinger Stadtbezirk Holzheim ist seit vergangenem Freitag einem Spießrutenlauf ausgesetzt: Ein Großaufgebot der Polizei hatte am frühen Morgen die Werkstatt und das Wohnhaus der Familie umstellt, bewaffnete Beamte in Schutzwesten durchsuchten beide Gebäude. Zwei der drei Söhne wurden auf dem Weg zur Schule abgefangen und zur Kripo nach Göppingen gebracht. Hintergrund der Aktion, die für jede Menge Wirbel sorgt und nun ein rechtliches Nachspiel für die Polizei haben wird, ist ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss. Wie aus dem Schriftstück hervorgeht, soll ein Zeuge der Kriminalpolizei versichert haben, dass der 14-jährige Sohn der Familie "vor circa drei Monaten im Besitz einer scharfen Maschinenpistole des Typs Uzi mit scharfer Munition war". Verdacht auf Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Eine scharfe Waffe fanden die Polizisten bei der mehrstündigen Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume nicht - dafür vier Spielzeugwaffen aus Plastik.

Mal ganz am Rande: Drei Monate sind eine lange Zeit, falls das Kind tatsächlich einen Amoklauf geplant hätte.

Einerseits kann ich durchaus verstehen, dass in den letzten Monaten alle, die mit Schülern zu tun haben, etwas nervös sind. Lehrer werden "instruiert", woran sie potentielle Amokläufer erkennen (Achtung, das sind immer die ruhigen und braven Kinder, gaaaaanz eindeutig), obwohl die Mehrheit der Fachleute sagt, dass selbst Experten dies nicht voraussagen können, es gibt ständig Amokdrohungen, auch an der Schule meiner Töchter kam das vor, aber an die Wurzeln will keiner, denn das kostet Geld (kleinere Klassen, mehr Schulpsychologen...). Lieber rüstet man die Schulen technisch besser auf, schließt die Tore ab, gaukelt eine Sicherheit vor, die man auf diesem Weg ganz bestimmt nicht erreicht, die aber so nett medienwirksam ist.

Andererseits sollte man nun wirklich das Augenmass nicht verlieren. Junior wünscht sich dringend so eine Pistole, mit der man Schaumgummikügelchen herumschießt. Wir sind dagegen, auch wenn alle Jungs in der Nachbarschaft und auch einige der Dorfjungs aus seiner Schule so ein Teil haben - die "einfachsten" sind zugelassen für Dreijährige. Wenn ich mir nun aber vorstelle, dass irgend jemand auf komische Ideen kommt und uns anzeigt, dass meine Kinder von der Polizei abgefangen werden - das wäre schlicht ein total traumatisches Erlebnis für sie.

Eine Lösung habe ich auch nicht, aber trotzdem Bauchweh.